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Presse Information: Saurer Rückfluss attackiert den Zahnschmelz

Presse Information: Saurer Rückfluss attackiert den Zahnschmelz

Saurer Rückfluss attackiert den Zahnschmelz

Warum Betroffene vor einer Zahnsanierung auf Reflux untersucht werden sollten

(Wien, März 2015) Reflux mit Sodbrennen, Husten, Heiserkeit und Asthma betrifft fast 30% der Bevölkerung. Bekannte Folgen sind die Entzündung der Speiseröhre sowie die Reizung von Hals und Lunge. Weniger bekannt ist, dass der saure Rückfluss auch eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Zähne darstellt. Dazu Univ.-Prof. Dr. Martin Riegler, ärztlicher Leiter des Reflux Medical Zentrums in Wien:  „Immer Studien belegen, dass aufsteigende Magensäure den Zahnschmelz schädigt und das Zahnfleisch entzündet.“ (1-3).

Der Grund: „Fließt Magensäure immer wieder bis in die Mundhöhle zurück, können die Zahnoberflächen durch deren niedrigen ph-Wert nachhaltig Schaden nehmen. Die permanente Säureattacke kann dabei der Zahnhartsubstanz so zusetzen, dass die Zähne trotz guter Mundhygiene irgendwann unwiederbringlich geschädigt sind, sprich: zerbröckeln.

Reflux-typische Zahnschäden

„Betroffene sind sich ihrer Reflux Krankheit oft nicht bewusst, da sie weniger unter Sodbrennen als vielmehr an Heiserkeit und trockenem Husten leiden“, weiß Prof. Riegler.(4) Schwere Zahnschäden treten offenbar auch dann auf, wenn der Patient einen so genannten „stummen Reflux“ hat, also die zurückfließende Magensäure weder Sodbrennen oder andere Symptome in Speiseröhre, Magen oder Hals verursacht.

Daher ist der Zahnarzt manchmal der erste, dem eine mögliche Reflux Krankheit auffällt: „Die Schäden durch Erosionen und deren Lokalisation sind so typisch, dass sich die Diagnose der Beteiligung von Magensäure förmlich aufdrängt“, erklärt Univ.-Ass. DDr. Polina Kotlarenko von der Universitätszahnklinik Wien.

„Ganz typisch sind Schmelzschäden an der Innenfläche der Backenzähne des Ober- und Unterkiefers und der Schneidezähne im Oberkiefer. Auffällig ist das Auftreten dieser Beläge auf nur einer Seite des Gebisses, je nachdem auf welcher Seite der Patient schläft. Wenn ich Patienten mit dunklen Verfärbungen an den Zähnen nur auf einer Seite des Gebisses sehe, denke ich sofort an einen Reflux von Magensäure“, berichtet die Wiener Zahnärztin DDr. Barbara Thornton.

Zuerst den Reflux, dann die Zähne behandeln

Reflux-Experte Riegler: „Erkennt der Zahnarzt die beschriebenen Schäden im Zahnschmelz, sollte daher immer auch an Reflux als Ursache gedacht und dem Verdacht genau nachgegangen werden.“ Die Erkrankung wird durch eine genaue Magen- und Speiseröhrenspiegelung sowie durch eine Druck-, Transport- und 24-Stunden Reflux-Messung erkannt. Bestätigt sich die Reflux Krankheit, wird empfohlen, diese zuerst in den Griff zu bekommen. Zahnärztin Thornton: „Die beste Mundhygiene und die schönsten Füllungen werden nichts nützen, solange die Übersäuerung der Mundhöhle nicht beseitigt ist. Zum Wohle des Patienten ist es notwendig, zuerst den Reflux zu behandeln, um danach die Zähne erfolgreich und nachhaltig zu sanieren.“ (3,5).

Literaturbeispiele:

1. Hom C1, Vaezi MF. Extra-esophageal manifestations of gastroesophageal reflux disease: diagnosis and treatment. Drugs. 2013 Aug;73(12):1281-95. doi: 10.1007/s40265-013-0101-8.

  1. Farahmand F1, Sabbaghian M, Ghodousi S, Seddighoraee N, Abbasi M. Gastroesophageal reflux disease and tooth erosion: a cross-sectional observational study. Gut Liver. 2013 May;7(3):278-81. doi: 10.5009/gnl.2013.7.3.278. Epub 2013 Apr 9.
  2. Roesch-Ramos L, Roesch-Dietlen F, Remes-Troche JM, Romero-Sierra G, Mata-Tovar Cde J, Azamar-Jácome AA, Barranca-Enríquez A.: Dental erosion, an extraesophageal manifestation of gastroesophageal reflux disease. The experience of a center for digestive physiology in Southeastern Mexico. Rev Esp Enferm Dig. 2014 Feb;106(2):92-7.
  3. Riegler M, Hönig-Robier K. Nie wieder Sodbrennen. Maudrich Verlag 2014.
  4. Kitasako Y1, Sasaki Y2, Takagaki T3, Sadr A4, Tagami J5. Et al: Age-specific prevalence of erosive tooth wear by acidic diet and gastroesophageal reflux in Japan.

    J Dent. 2015 Feb 12. pii: S0300-5712(15)00033-0. doi: 10.1016/j.jdent.2015.02.004. [Epub ahead of print] published by Elsevier Ltd.

 

Fotos:

Univ.-Prof. Dr. Martin Riegler (Reflux Medical)

Univ.-Ass DDr. Polina Kotlarenko (privat)

DDr. Barbara Thornton (privat)

Grafik zurückfließende Magensäure (Reflux Medical)

 

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