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Multimedia-Lifestyle kann Sodbrennen fördern

Multimedia-Lifestyle kann Sodbrennen fördern

PRESSE INFORMATION

Was tun, um Dauerbelastungen von der Speiseröhre fernzuhalten?

 

(Wien, Juni 2016) Ob in Beruf- oder Privatleben: Angst und Dauerbelastung schlagen sich bekanntlich bei vielen von uns auf Magen und Speiseröhre. So ließ uns etwa eine Studie des schwedischen Karolinska-Instituts schon vor Jahren wissen, dass Menschen mit ausgeprägten Ängsten ein mehr als dreifach so großes Risiko haben, Sodbrennen zu entwickeln.

Schuld daran tragen allerdings nicht nur langfristig belastende Lebenssituationen, sondern auch der heutige „Multi-Media-Lebensstil“: Der Fernseher läuft, der Computer ist eingeschaltet und zwischendurch wird auch noch der Facebook-Account gecheckt. „Ständiges „Sich-ablenken-Lassen“ durch gleichzeitiges Bedienen von Smartphones und Tablets aktivieren unbemerkt, aber pausenlos Körper und Seele und fördert somit auch die Produktion von Magensäure“, erklärt Mag. Petra Fuss, Klinische- und Gesundheitspsychologin sowie Verhaltenstherapeutin. Sie betreut immer wieder Menschen, bei denen sich seelische Belastungen und Stress schmerzhaft auf die Speiseröhre schlagen.

Multimedia-Lebensstil fördert die Produktion von Magensäure

Eine kurzzeitige Überproduktion von Magensäure verkraftet der Körper zumeist recht gut. Dauerbelastungen wie etwa die häufige, gleichzeitige Nutzung unterschiedlicher Medien stressen zusätzlich und unbemerkt. Bei vielen löst die praktisch pausenlose Kommunikation innere Anspannungen und oft länger anhaltende Störungen wie Sodbrennen aus oder verstärkt dieses. Zusätzlich führen Stress, aber auch Ängste  bekanntlich zu einer zu flachen Atmung. Petra Fuss: „Das wiederum äußert sich in Druckgefühl in der Brust mit Globusgefühl im Hals, Schluckbeschwerden oder Reizhusten. Dadurch steigt der Leidensdruck für jene, die ohnedies schon mit Magenbeschwerden und Sodbrennen kämpfen.“

Die Speiseröhre als Spiegel der Seele

Reflux-Experten wie Univ.-Doz. Dr. Martin Riegler vom Reflux Medical-Zentrum  bestätigen diese Zusammenhänge: „Bei vielen Patienten wird schon im Zuge des  Erstgesprächs klar: Sie haben eine tief in der Seele liegende Unausgewogenheit, die sich über die Speiseröhre bemerkbar macht.“ Es reiche daher nicht aus, so der Arzt, nur spürbare Reflux-Symptome wie Sodbrennen, saures Aufstoßen oder ständige Heiserkeit standardmäßig mit Medikamenten zu behandeln: „An erster Stelle müssen exakte Diagnose und Ursachenbekämpfung stehen. Und dazu zählt neben der oft nötigen Änderung der Ernährungsgewohnheiten auch die Verbesserung der Gemütslage.“ Beides ist üblicherweise auch eng miteinander verbunden. Martin Riegler: „Übermäßiger Reflux ist oft die Folge ungesunden Essverhaltens. Und dieses wiederum geht bei vielen Betroffenen auf Dauerprobleme oder ständig hohes Aktivitätsniveau zurück.“ Ein Teufelskreis also!

Auf das Hier und jetzt konzentrieren!

Was tun, um mit unsicheren Lebenssituationen wie Belastungen am Arbeitsplatz und in der Familie, bzw. mit „hausgemachtem“ Dauerstress besser umzugehen? Verhaltenstherapeutin Petra Fuss: „Eigene Bedürfnisse und Grenzen achtsamer wahrnehmen, akzeptieren und sie auch im Alltag zu leben, wobei jeder nach seinen Möglichkeiten schrittweise Veränderungen umsetzen kann.“ Viele von uns müssen zu dem Zweck als ersten Schritt überhaupt wieder lernen, sich trotz der ständigen Ablenkung durch Umweltreize bzw. moderne Medien auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren: „Sonst verlieren wir den Kontakt zu uns selbst und somit auch zu unserem Körper und merken erst beim Auftreten körperlicher Beschwerden, dass wir überfordert sind“, erläutert Petra Fuss. Das geht nicht von heute auf morgen, aber Achtsamkeitsübungen, Atemtechniken und Entspannungstechniken lassen sich, einmal erlernt, auch im Alltag gut praktizieren. Das Aufarbeiten von erlittenen Kränkungen und Verlusten, von Sorgen und Ängsten und das in Einklang bringen von persönlichen Wünschen und Zielen unter Bewahrung einer gesunden Work-life Balance helfen, die Gemütslage zu verbessern.

Auch geistige Nahrung will gut verdaut sein!

Es gilt also, auch die "geistige Nahrung", zu verarbeiten und zu verdauen. Ein Zuviel an Ärgernissen aber auch die Vielzahl an gleichzeitig über alle Kommunikationskanäle hereinströmenden Informationen kann wie falsche Ernährung ganz einfach schwer im Magen liegen. Reflux-Experte Martin Riegler bestätigt:  „Lernt man, endlich wieder gut zu sich selbst zu sein, hellt sich auch die allgemeine Gemütslage wieder auf. Bessere Stimmung macht auch engagierter und aufnahmebereiter für gesündere Ernährung. Und damit setzt man einen entscheidenden Schritt, um einer wichtigen Ursache seiner Magen- und Speiseröhrenprobleme den Kampf anzusagen.“

 

Buchtipps:

Jon Kabat- Zinn: Im Alltag Ruhe finden: Meditationen für ein gelassenes Leben. Knaur MensSana TB, 2015.

Jon Kabat- Zinn: Achtsamkeit für Anfänger. Arbor, 2013.

Cornelia Löhmer, Rüdiger Standhardt: Die Kunst, im Alltag zu entspannen: Einübung in die Progressive Muskelentspannung. Klett- Cotta, 6. Auflage, 2015.

 

M. Riegler, K. Hönig-Robier: Nie wieder Sodbrennen – Reflux verstehen und in den Griff bekommen. Maudrich-Verlag, zweite, erweiterte Auflage v. September 2015

 

Fotos:

Dr. Martin Riegler (Refluxmedical)

Mag. Petra Fuss (privat)

 

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