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Mehr Zeit nehmen für Schilddrüsen-Patienten!

Mehr Zeit nehmen für Schilddrüsen-Patienten!

PRESSE INFORMATION Mehr Zeit nehmen für den Schilddrüsen-Patienten! Moderne OP-Techniken und kontinuierliche Nachbetreuung reduzieren Komplikationen und verbessern die Lebensqualität (Dez. 2015) Knapp 10.000 Österreicher unterziehen sich jährlich einer Schilddrüsen – Operation. War früher einmal der „Kropf“ Hauptgrund für einen Eingriff, so sind es heute primär krebsverdächtige, sogenannte „kalte“ Knoten, eine medikamentös nicht beherrschbare Überfunktion oder Unterfunktion mit all ihren Symptomen oder der im Zunehmen begriffene Schilddrüsenkrebs. Wichtig ist bekanntlich eine möglichst frühzeitige Diagnose: „Genaue Blutuntersuchungen, Ultraschall-Kontrolle und Schilddrüsen-Szintigrafie ermöglichen heute eine weit bessere Früherkennung und exaktere Beurteilung dieses sensiblen Organs als früher“, erklärt Dr. Christian Pötzi, Internist und Spezialist für Nuklearmedizin am Diagnosehaus 18. Aufgrund längerer Öffnungszeiten und optimierter Zeitpläne können dort die Wartezeiten für Patienten weitgehend kurz gehalten werden. Eingriffe werden immer komplikationsärmer Ist eine Operation tatsächlich nötig, sollte dies heute kein Grund zur Sorge mehr sein: „Innovative Instrumente wie spezielle, anatomisch optimierte Ultraschall-Scheren schonen Gewebe und Stimmbandnerv, verkürzen die Operationszeit und reduzieren den Blutverlust erheblich“, weiß Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Feil, Vorstand der chirurgischen Abteilungen am Evangelischen Krankenhaus-Wien. Auch die früher gefürchtete Stimmband-Lähmung kann heute in fast allen Fällen vermieden werden. Dank moderner Operationsmethoden mit ständiger Sichtkontrolle des Stimmbandnerv-Verlaufs sowie durch die elektronische Frühwarnkontrolle mittels Neuromonitoring kann der erfahrene Chirurg die Unversehrtheit des Stimmbandnervs laufend überprüfen. Umfassende Nachbetreuung gefragt „Die größte Herausforderung für Patient und Arzt ist aber nach wie vor eine wirklich gute, regelmäßige Nachbetreuung“, weiß Schilddrüsenchirurg Dr. Karl-Franz Wollein, Oberarzt am Evangelischen Krankenhaus. So sind etwa Taubheitsgefühle, Ameisenkribbeln und starke Krämpfe in den Händen oder an den Fußsohlen, sowie heftige Kopfschmerzen eine relativ häufige Nachwirkung einer Schilddrüsen-OP. Auslöser dafür ist üblicherweise ein durch die Operation hervorgerufener, vorübergehender oder länger anhaltender Kalziummangel. Wird das Kalziumdefizit regelmäßig medikamentös ausgeglichen, kann man sich diese höchst unangenehmen Beschwerden ersparen. Es reicht daher nicht aus, Kalziumpräparate zu verordnen ohne den Patienten über die Bedeutung deren regelmäßiger Einnahme genau zu informieren. Spezialist Wollein: „Heute ist es auch bereits möglich, den Kalziumhaushalt mit Hilfe eines Parathormon-Schnelltests während der Operation so günstig zu beeinflussen, dass Patienten danach auf die ständige Einnahme von Kalziumpräparaten verzichten können. Häufige Missverständnisse bei Schilddrüsen-Hormonen Ein weitere Herausforderung ist die richtige hormonelle Einstellung: Da die wichtigen Schilddrüsenhormone durch die teilweise oder gänzliche Entfernung des Organs vom Körper nicht mehr selbst produziert werden, muss man diese dauerhaft ersetzen. Dr. Wollein: „Viele Betroffene befürchten, dass sie durch die Schilddrüsenhormon-Medikamente zunehmen: Das geschieht aber eher, wenn man die Tabletten nicht oder nicht regelmäßig nimmt.“ Allerdings: Wer zuvor, etwa bedingt durch eine Überfunktion, einen gesteigerten Stoffwechsel hatte, kann verständlicherweise nach dem Eingriff nicht mehr dieselben Mengen essen ohne zuzunehmen. Allein diese zwei Beispiele zeigen, wie wichtig es ist, sich Zeit für Betroffene zu nehmen und sie genau zu informieren. „Schilddrüsen-Patienten benötigen, abgesehen von der regelmäßigen Einstellungs-Kontrolle, ganz einfach jemanden, der ihre Nöte ernst nimmt und ihnen zuhört“, bestätigt Dr. Wollein. Essenziell ist auch die regelmäßige diagnostische Kontrolle in Form von Laboruntersuchungen und bildgebenden Verfahren: „Die verbliebene Restschilddrüse selbst sollte in regelmäßigen Abständen gescreent werden. Eine szintigrafische Nachkontrolle hilft, deren Entwicklung zu beobachten und allfällige Veränderungen zeitgerecht zu erkennen“, bestätigt Nuklearmediziner Pötzi. NEU: Schilddrüsen-Sprechstunde in der Ambulanz des Evangelischen Krankenhaus für alle Fragen zum Thema Schilddrüsenerkrankungen und Nachbetreuung. Auskunft über aktuelle Sprechstunden-Zeiten und Anmeldung dafür: 01/40422-503DW und 4499DW Weitere Infos: www.schilddruese-struma.at www.ekhwien.at www.schilddruese-wien.at Über- und Unterfunktion der Schilddrüse im kurzen Überblick Zu viel….. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion werden zu viele Hormone produziert. Typische Anzeichen sind häufiger Durchfall, Gewichtsverlust, Nervosität, Schlafstörungen und Schweißausbrüche. Unentdeckt und unbehandelt kann es zu Schädigungen anderer Organe mit durchaus schwerwiegenden Folgen wie Problemen mit dem Herzmuskel kommen. …oder zu wenig? Bei einer Schilddrüsenunterfunktion werden zu wenige Hormone produziert, der Körper läuft gewissermaßen im „Spargang“. Übliche Frühsymptome sind kontinuierliche Gewichtszunahme trotz disziplinierter Ernährungsweise, Stuhlverstopfung, Müdigkeit und Antriebslosigkeit, Neigung zu depressiven Verstimmungen sowie Haarausfall und brüchige Fingernägel. Aussender/Rückfragen: ConsuMED - Marketing & Public Relations e.U. Mag. Karin Hönig-Robier T: 01-4702526, M: 0664-2125394, k.hoenig@consumed.at